Du schläfst schlechter als früher. Die Energie fehlt, obwohl du „eigentlich genug schläfst“. Die Stimmung schwankt, der Bauch verändert sich, und du fragst dich: Ist das normal? Bin ich einfach müde – oder passiert da gerade etwas Hormonelles?
Die Antwort lautet meistens: beides. Und ein gezielter Bluttest kann dir zum ersten Mal wirklich zeigen, wo du stehst.
Warum ab 40 alles anders wird
Ab dem 40. Lebensjahr beginnt für viele Frauen die sogenannte Perimenopause – die hormonelle Übergangsphase, die der Menopause vorausgeht. Sie kann 4 bis 10 Jahre dauern und beginnt oft unbemerkt. Progesteron ist meist das erste Hormon, das sinkt. Dann folgt Östrogen – aber nicht gleichmässig, sondern in Wellen. Das führt zu einem Körper, der sich von Tag zu Tag unterschiedlich anfühlt.
💡 Wichtig zu wissen: Erste Symptome können auftreten, obwohl deine Blutwerte noch „im Normbereich“ liegen. Der Körper reagiert oft bevor die Laborwerte auffällig werden.
Welche Werte du messen lassen solltest
Wenn du zu deiner Hausärztin oder Gynäkologin gehst, kannst du gezielt nach diesen Werten fragen:
- Östradiol (E2) – Wichtigstes Östrogenhormon. Sinkt in der Perimenopause und beeinflusst Schlaf, Stimmung und Knochen.
- FSH – Steuerhormon der Hirnanhangsdrüse. Steigt stark an, wenn die Eierstöcke weniger produzieren – ein Hinweis auf Perimenopause.
- LH – Reguliert den Zyklus. Kann in den Wechseljahren erhöht sein.
- Progesteron – Oft das erste Hormon, das sinkt. Mangel führt zu Schlafproblemen, Reizbarkeit und unregelmässigem Zyklus.
- TSH (Schilddrüse) – Sehr wichtig zur Abgrenzung: Schilddrüsenprobleme machen dieselben Symptome wie Menopause!
- Testosteron – Auch Frauen brauchen es. Relevant bei Libidoverlust, Muskelabbau oder Antriebslosigkeit.
- Vitamin D – Wichtig für Knochen, Immunsystem und Stimmung. Bis zu 60% der Schweizerinnen haben Mangelwerte.
- Vitamin B12 – Energie und Nervensystem. Rund 25% der Frauen ab 40 haben einen Mangel.
- Ferritin (Eisen) – Häufigste Ursache für Müdigkeit. Idealwert für Frauen: über 60 µg/l – viel höher als der Laborrichtwert!
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Blutabnahme?
Der Zeitpunkt im Zyklus macht einen grossen Unterschied:
- Tag 2–5 deines Zyklus (frühe Follikelphase) → ideal für FSH, LH und Östradiol als Basiswerte
- Ca. 7 Tage nach dem Eisprung (Lutealphase) → für Progesteron besonders aussagekräftig
- Wenn der Zyklus unregelmässig ist: einfach zum nächstmöglichen Zeitpunkt – die Werte können trotzdem sinnvoll interpretiert werden
🌸 Tipp: Idealerweise schaust du dir den Hormonstatus zweimal an – einmal in der Follikelphase, einmal in der Lutealphase. So bekommst du ein vollständigeres Bild.
Was bedeutet „alles im Normbereich“?
Das ist der Satz, den viele Frauen hören – und der trotzdem frustriert. Denn Laborwerte haben breite Referenzbereiche, die für die gesamte Bevölkerung gelten. Was für eine 25-Jährige normal ist, kann für dich mit 45 Jahren suboptimal sein.
Deshalb gilt: Werte immer im Kontext deiner Symptome betrachten. Wie schläfst du? Wie ist deine Energie? Wie ist dein Zyklus? Ein guter Arzt oder eine gute Ärztin wertet nicht nur die Zahlen aus – sondern fragt nach dem Gesamtbild.
Was tun mit den Ergebnissen?
Sobald du deine Werte kennst, öffnet sich eine neue Welt. Denn Ernährung, Bewegung und Lebensstil können gezielt auf deine Hormonlage abgestimmt werden:
- Niedriges Progesteron → Magnesium, Zink, weniger Stress, guter Schlaf
- Sinkende Östrogenwerte → Phytoöstrogene (Leinsamen, Soja), weniger Zucker, mehr gesunde Fette
- Eisenmangel → eisenreiche Lebensmittel kombiniert mit Vitamin C, kein Kaffee direkt nach dem Essen
- Vitamin D Mangel → Supplementierung, fettreiche Fische, Eier
- Schilddrüse auffällig → unbedingt weiter abklären lassen
✨ Mein Rat: Lass den Hormonstatus erstmals zwischen 40 und 42 Jahren machen – als Ausgangsbasis. Dann weisst du, wo du startest. Sobald Symptome auftauchen, kannst du erneut messen und vergleichen.
Fazit: Klarheit ist der erste Schritt
Du musst nicht raten, was mit dir passiert. Ein gezielter Bluttest gibt dir Fakten – und Fakten geben dir Handlungsmöglichkeiten. Das ist keine Medizin, das ist Selbstkenntnis.
Und wenn du dann weisst, wo du stehst – dann können wir gemeinsam schauen, was das für deine Ernährung, deine Energie und dein Wohlbefinden bedeutet. Genau das ist meine Arbeit bei Bloomkraft. 💚
Möchtest du verstehen, was deine Blutwerte für deine Ernährung bedeuten? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf dein Bild.
